Forschungsinstitut Senckenberg

Tamara Gramlinger macht ein FÖJ im Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen beim Träger Naturschutz-Zentrum Hessen.

Umfüllen von Proben für die genetische Analyse

„Alles fing ganz spontan an. Wie wahrscheinlich jeder Abiturient, hatte ich nur wenig Plan was ich nach meinem Abi mal machen möchte. Studieren? Ja, irgendwas mit Bio und Umwelt oder so. Ich suchte im Internet nach Unis und geeigneten Studiengängen, als ich irgendwie auf die Website der Naturschutzakademie stieß. Ich fand das FÖJ super, Bio und ein Jahr Auszeit kombiniert? Perfekt! Ich schrieb kurzerhand eine Bewerbung, mit der festen Überzeugung, mein nächstes Jahr auf einem Bauernhof mit süßen Kühen und gackernden Hühnern zu verbringen. Ich schickte die Bewerbung ab, bekam eine Einladung zur IKB und fand mich in Wetzlar wieder. Ganz ehrlich, ich war total unvorbereitet. Ich hatte vorher nicht wirklich geschaut, was es überhaupt für Einsatzstellen gibt, was ich verdienen werde oder was insgesamt auf mich zukommen würde. Eigentlich total ungewöhnlich für mich als Organisationsgenie.

Beprobung eines Luchspräparates aus der Senckenberg-Sammlung für ein Forschungsprojekt

Auf jeden Fall war ich total begeistert von den Einsatzstellen. Ganz zum Schluss sah ich plötzlich in einem Nebenraum den Stand von Senckenberg. Ich war früher immer richtig gerne im Senckenberg Museum in Frankfurt gewesen, weil ich ein totaler Fan von Dinosauriern war. Ich las kurz was von Genetik und Wildtieren und war Feuer und Flamme. Dann betrachtete ich die lange Menschenschlange und dachte: „Ok, das wird eh nichts.“ Kurze Zeit später bekam ich von meiner jetzigen Betreuerin die Einladung zu meinem Bewerbungsgespräch. Ich war völlig überrascht, da ich vorher nicht mal wirklich wusste, dass Senckenberg ein FÖJ anbietet. Das Gespräch lief super, alle waren nett und die Führung durch das Institut war so interessant, dass ich am liebsten gleich dageblieben wäre, obwohl mir die Gänge noch so fremd waren. Ich bekam keine 10 Minuten nach dem Gespräch eine Zusage. Als ich erfuhr, dass es nun noch eine zweite FÖJlerin in der Wildtiergenetik geben würde, war ich gemischter Gefühle: entweder ich müsste ein Jahr lang ein Mädchen ertragen, das ich absolut nicht mochte oder wir würden gute Freunde werden. Jetzt ist schon die Hälfte meines FÖJs vorbei und ich kenne diese Gänge als wären sie mein Zuhause. Denn das ist wirklich so: die Einsatzstelle ist in diesem Jahr dein zweites Zuhause, egal ob du da wohnst oder nicht. Und es ist super.

Besuch der Senckenberg-Sammlung im Keller des Museums mit hunderten Forschungspräparaten

Besuch der Sababurg bei Kassel zur Probenabholung

Neben meiner tollen Arbeitsgruppe und meiner FÖJ-Kollegin, die im Übrigen zu meiner besten Freundin geworden ist, ist die Arbeit fantastisch. Wenn mich jemand fragt, was ich eigentlich den ganzen Tag mache, weiß ich gar nicht, was ich eigentlich genau antworten soll, weil ich ziemlich viel den ganzen Tag mache. Das ist wirklich das Beste am FÖJ. Auch wenn ich an einem Forschungsinstitut arbeite, bin ich draußen, im Büro oder im Labor. Und es gibt jeden Tag was Neues: spannende genetische Fälle, geniale Ausflüge und super Projekte. Man ist nicht bloß der FÖJler, man ist Teil der Arbeitsgruppe und man trägt aktiv zum Bestehen und zur Weiterentwicklung des Ganzen bei. Man bekommt Einblicke in Projekte und was wirklich richtig wichtig ist: man lernt so viele Sachen, weil du nur lernst, was dich wirklich interessiert.Und auf mich bezogen lernt man nicht nur Laborzeug, sondern man lernt auch Menschen kennen.

Das FÖJ, war die beste Entscheidung für mich nach dem Abi – ich hoffe für dich auch!

Du möchtest mehr erfahren über Tamaras Einsatzstelle? Dann schau am besten bei der offiziellen Einsatzstellenbeschreibung vom Träger Naturschutz-Zentrum Hessen vorbei.